27. April 2017
18.00 Uhr

Mit Marina Skalova und Silvia Härri treffen zwei Dichterinnen aufeinander, deren Lyrik sich mit präzise gewählten Worten ganz nah an die Dinge herantastet. Mit ihrer glasklaren, gleichzeitig aber äusserst diskreten Sprache treten die beiden hinter die Gegenstände zurück und durchleuchten diese nach Merkwürdigkeiten, Eigenarten und Schönheiten.

skalova cr wiebke zollmann kopie Marina Skalova, 1988 in Moskau geboren, ist in Frankreich und Deutschland aufgewachsen und lebt heute in Biel. Ihr zweisprachiger Gedichtband Atemnot (souffle court), erschienen 2016, wurde mit dem Prix de Poésie de la Vocation ausgezeichnet. Im Frühling 2017 erscheint nun ihr zweites Buch Amarres – eine Erzählung zwischen Lyrik und Prosa. Marina Skalova führt regelmässig Schreibworkshops für Flüchtlinge durch. 2016 gründete sie zusammen mit der Fotografin Nadège Abadie das Projekt Silences de l’exil, das den Verlust von Sprache bei Migrationserfahrung untersuchen soll. Sie ist zudem als Literatur- und Theaterübersetzerin und seit 2015 als Leiterin der französischen Redaktion der Zeitschrift Viceversa tätig.

silvia harri kopie Silvia Härri wurde 1975 als Tochter einer Italienerin und eines Schweizers in Genf geboren. Die studierte Literaturwissenschaftlerin unterrichtet heute Italienisch und Kunstgeschichte am Genfer Calvin-Gymnasium. Silvia Härri schreibt Lyrik, poetische Prosa sowie Novellen in Italienisch und Französisch. Für ihren Lyrikband Mention fragile erhielt sie 2012 den Prix des écrivains genevois. 2013 wurde ihre Novellensammlung Loin de soi zudem mit dem Prix George-Nicole ausgezeichnet.

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