06. April 2018
18.00 Uhr

Laurence Boissier (frz.) und Matteo Terzaghi (it.) werden sich auf einen zweisprachigen poetischen Dialog einlasssen, in dem sie sich über ihre Texte an der Grenze zwischen Prosa und Poesie unterhalten, über die Verbindungen von Wort und Bild, von Realität und Fiktion.

 

Laurence Boissier Laurence Boissier ist 1965 geboren und lebt in Genf. Sie arbeitet als Innenarchitektin, Übersetzerin und Künstlerin und bevorzugt als Autorin die Form der Kurztexte. Seit 2011 tritt sie als Teil des AutorInnenkollektivs Bern ist überall auf. Mit Rentrée des classes hat sie 2017 ihren ersten Roman publiziert. Darin geht es um die Leere, die Verstorbene hinterlassen, aber auch neue Räume, die so entstehen. Auch in ihren früheren Texten, die ebenso kurz wie lakonisch sind, lotet Laurence Boissier Räume aus: die Rumpelkammer, den Dschungel, den Supermarkt – überallhin begleitet man sie, nimmt teil an ihren Erkundungen, und lässt sich mitreissen von ihrem urkomischen Humor und ihrem Blick, der geschult ist auf das Ungewöhnliche des Alltags. Für Inventaire des lieux hat sie 2017 einen Schweizer Literaturpreis erhalten.

 

Matteo Terzaghi Matteo Terzaghi studierte Philosophie und arbeitet in Bellinzona als Autor und Programmleiter des Verlags Edizioni Casagrande. Er hat Kindebücher geschrieben, danach Essays. Heute widmet er sich insbesondere der Wechselbeziehung zwischen Wort und Bild. Dabei geht es ihm stets um das Spiel zwischen Realität und Fiktion, oder, wie er in einem Interview sagt: «Es geht um das Wesen der Bilder, die Beziehung zwischen Realität, Bild, der Erinnerung an die Realität und der Erinnerung an das Bild, also um diese verschiedenen Schichten.» Matteo Terzaghi hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Ufficio proiezioni luminose, worin er in Mikrotexten autobiographisches mit Reflexionen über das Erzählen verbindet – 2014 ist er dafür mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet worden.

 

Foto: Saudamini Deo (o.) / Marika Brusoio (u.)

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