06. April 2018
22.00 Uhr

Er sitzt auf einem Betonblock in einer Stadt, «acht schtumpfo züri empfernt», und wartet tränenüberströmt auf eine Frau. Im Folgenden erzählt er uns die Geschichte dahinter, in der eine violette Hose zum roten Faden wird. Das klingt vorerst klassisch, doch schon der Titel von Dominic Oppligers Debüt – acht schtumpfo züri empfernt (2018, edition spoken script) – verrät: da wird mit Form und Klang des Schweizerdeutschen gespielt. Das Erzählen wird nicht nur formal sondern auch inhaltlich reflektiert und bildet das Grundthema. Der Text erstrahlt im mündlichsten Zürideutsch und ist nicht so einfach zu entschlüsseln.

«aberichweisno
dasi ide metarmorfose fom owid gläse han
untasisch zum teil
en zimliche chrampf xi
abr wämmers mal enzifferet hätt
dänn sinzebe schono gueti gschichte.»

So auch bei Oppliger: Wer sich darauf einlässt, wird sich in eine Geschichte hineingeben, die einen so schnell nicht mehr herauslässt. In dieser ganz besonderen Sofalesung erkunden wir zu später Stunde die oberen Stockwerke des Schlachthaus Theater Berns. Ein Einblick in die Welt, in der sonst die Künstler*innen residieren.

Dominic Oppliger, geboren 1983 in Schlieren, aufgewachsen im Aargau, lebt in Zürich. Veröffentlichte als Musiker zahlreiche Alben (u.a. Doomenfels), spielte Tourneen im In- und Ausland, arbeitete als Gärtner, studierte Soziale Arbeit, lebte im Ausland, wurde Vater, absolvierte den Master Transdisziplinarität an der Zürcher Hochschule der Künste und konzentriert sich seither auf Performen und Schreiben in Dialekt.

Eine Kooperation mit Sofalesungen
www.sofalesungen.ch

Moderation: Anna Chudozilov

Leider nicht rollstuhlgängig, viele, viele Treppen. Sehr beschränkte Platzzahl, Reservation unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! nötig.

Foto: Daniel Drognitz

 

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