05. April 2018
22.00 Uhr

Sie waren einst eine Band. Eine unvollständige Band, eine desolate, aber gut aufgestellte Band. Loretta Shapiro ist ihre Stammesmutter, sie sind Loretta Shapiro, das Sprachrohr der Geschichten, die sie sammelte. Der Geschichten, die ihr das kollektive Erbe zugetragen hat und jener Geschichten, die keine Form finden können... Das verscherbelte innere Erbe eines Menschen, der gegangen ist; die Disparatheit der Zustände einer Existenzzeit auf diesen Erden – wie soll sich ewig transformierende Erinnerung überhaupt festgehalten werden und welcher Art ist das subversive Potenzial von Märchen?

 

lorettashapiro Katja Brunner, 1991 in Zürich geboren, studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel sowie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2013 gewann sie mit von den beinen zu kurz den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis und wurde von «Theater heute» zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt. In der Spielzeit 2014/15 war sie Hausautorin am Luzerner Theater. 2016 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich für einen Romanentwurf. Im Mai wird ihr neuestes Stück Die Hand ist ein einsamer Jäger an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Katja Brunners Texte wurden in diverse Sprachen übersetzt und ihre Stücke auf vier Kontinenten gespielt. 2018 wird sie mit dem Förderpreis des Kanton Zürich ausgezeichnet.

 

Sophie Aeberli, geboren 1991 in Zürich, studierte in Luzern Musik und Bewegung sowie klassisches Klavier. Seit Studienbeginn wirkte sie in verschiedenen Tanz-, Theater- und Musikprojekten mit, unter anderem in Minority is sexy von Katja Brunner am Schauspielhaus Zürich. Diverse Auftritte in und um Zürich, an der Gessnerallee, im Helmhaus und in Off Spaces, sowie als Pianistin in unterschiedlichen Formationen. Sophie Aeberli lebt in Zürich und arbeitet als Klavierpädagogin, freie Musikerin und Performerin.

Foto: Maria Sautter

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