05. April 2018
20.30 Uhr

Andreas Spechtl © Matthias Koch Andreas Spechtl verbrachte im Winter 2016/17 zwei Monate in Teheran und nahm dort sein neues Soloalbum «Thinking About Tomorow, And How To Build It» auf. «Ich war immer wieder verzaubert von der Schönheit der Sprache», berichtet Spechtl, der im persischen Winter auf dem «Africa Blvd» zunehmend verstummte und so die Musik zu seiner Version dieser Sprache machte. Eine ungewohnte Situation für den grandiosen Sänger, Texter und Komponisten der österreichischen Band Ja, Panik, der für seinen virtuos-assoziativen Umgang mit Sprache berühmt ist.
Andreas Spechtl tauschte die wattierte, reibungslose Gegenwart Berlins gegen eine ihm sich sprachlich nicht erschliessende, dafür als Grundstimmung umso spürbarere Reibungsenergie in den Strassen von Teheran und wandelte diese in eine wunderbar hybride Musik ... In einem Land, in dem Vieles verboten ist, ist in der Zukunft alles möglich – davon berichtet «Thinking About Tomorow, And How To Build It». Ein großes, opulentes Field Recording in zehn musikalischen Tagebucheinträgen. Die meisten Aufnahmen entstanden dabei nicht im Tonstudio, sondern in den Wohnzimmern befreundeter Musiker – und auf Taxifahrten.

 

«Eine zutiefst introvertierte, halbwache, schlafwandlerische
und penibel-verdaddelte Welt ist das,
in die man (...) liebend gern eintaucht.»
Spiegel Online

Gäste: Fhunyue Gao (Theremin) & Hassan Taha (Oud)

 

Foto: Matthias Koch

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