05. April 2019
19.00 Uhr

In der diesjährigen Reihe Politische Literatur spricht der WOZ-Journalist, Historiker und Publizist Kaspar Surber mit der Autorin Annette Hug, die auch aus ihrem preisgekrönten Roman Wilhelm Tell in Manila (Verlag Das Wunderhorn 2016) lesen wird.

 

Annette Hug Annette Hug (*1970) hat in Zürich Geschichte und in Manila Women and Development Studies studiert. Im Rotpunktverlag erschienen von ihr 2008 Lady Berta und 2010 In Zelenys Zimmer. Ihr dritter Roman Wilhelm Tell in Manila (Verlag Das Wunderhorn), der 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ist eine faszinierende Auseinandersetzung mit Sprache, Freiheit und Unterdrückung. Annette Hug folgt darin dem jungen philippinischen Autor und Arzt José Rizal, der 1886 nach Deutschland kam und dort Schiller in seine Muttersprache Tagalog übersetzte. Die Geschichte dieser Übersetzung ist eine Gedankenreise, in der sich Landschaften überlagern, Worte neue Bedeutungen gewinnen und sich die harten Fragen eines Aufstands stellen: Wann ist Gewalt legitim? Wer wird bei einem Sieg die Macht übernehmen?
Nach diesem «Männerbuch» widmet sich Annette Hug nun einem Projekt über die Schriftstellerin Irmtraud Morgner und ihre Aktualität. Alle zwei Wochen erscheint zudem in der WOZ ihre Kolumne «Ein Traum der Welt».

 

Kaspar Surber Kaspar Surber, 1980, ist Mitglied in der Redaktionsleitung der Wochenzeitung WOZ. Er beschäftigt sich insbesondere mit den Themen Flucht und Migration sowie mit der postkolonialen Geschichte der Schweiz. 2012 ist sein Reportageband An Europas Grenze über die europäische Asylpolitik erschienen, 2017 das Fotobuch Mittelholzer revisited über das Afrikabild des Flieger und Fotografen Walter Mittelholzer. Surber studierte Geschichte und Publizistik an der Universität Zürich. In St. Gallen hat er das Konzert- und Diskussionslokal Palace mit aufgebaut.

Joomla SEF URLs by Artio