06. April 2019
18.00 Uhr

Gemeinsam ist Urs Allemann und Elisabeth Wandeler-Deck zum einen ihre unbändige Sprachlust, betrieben mit einem akribischen Forschergeist und grosser Raffinesse. Dabei gehen sie mit der Sprache so um, wie es beispielsweise die Zeitlupe macht, oder aber die Tonhöhenregulierung der Schallplatte. Zum anderen ist ihre Performance – man darf den Begriff in diesem Fall mit gutem Gewissen nutzen – schlicht avantgardistisch.

 

Urs Allemann © Sebastien Agnetti Urs Allemann ist in Zürich geboren. Er hat in Marburg Germanistik und Anglistik sowie in Hannover Soziologie und Sozialpsychologie studiert. Seine Texte – Kurzprosa, Prosagedichte und narrative Gedichte – sprudeln geradezu vor lauter Sprachlust, -witz und -kunst. Zwischen konkreter Poesie und sprachphilosophischen Betrachtungen treiben sprachliche und motivische Vexierbilder ihr Spiel; das aufgefächerte poetologische Programm wird stante pede ad absurdum geführt.
Urs Allemann hat für sein Werk zuletzt 2014 einen Schweizer Literaturpreis erhalten.

 

Elisabeth Wandeler-Deck © Urs Graf

Elisabeth Wandeler-Deck hat Architektur, Soziologie und Klinischen Psychologie studiert und 1999 in Zürich das Büro für Geschlechterfragen gegründet. Ihre künstlerische Arbeit zeichnet sich durch Vielfalt in Genre, Gattung und Kooperationen aus, immer wieder arbeitet sie mit MusikerInnen und KomponistInnen zusammen.
Ihre Texte folgen unter anderem aleatorischen Prinzipien, ähnlich wie sogenannte Strollologen, die den Würfen werfen, um so die Richtung zu bestimmen. Zugleich sind Werke wie Visby infra-ordinaire. listen, würfeln, finden äusserst streng konzipiert und bestechen durch ihre strenge Struktur.

 

 

Fotos: Sébastien Agnetti (o.), Urs Graf (u.)

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