25. April 2020
19.00 Uhr

ABGESAGT! Sorry.

 

Politische Literatur - die Reihe täglich um 19.00 Uhr
Wir setzen unsere Reihe mit politisch engagierten Autor*Innen fort. Zu Gast sind drei hervorragende Autor*innen mit internationale Bezügen. Moderiert wird die Reihe vom Sozialanthropologen und Autoren Rohit Jain.

Francesca Melandri c Elisabetta Claudio Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern für Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht. Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, außer mir« stand zehn Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Melandri holt in diesem Roman bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur: die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten verknüpft Melandri mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im »richtigen« Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit? Die Zeit schreibt , es sei der Autorin „ein großer zeitgeschichtlicher Roman über Migrantenschicksale und das Gift des Kolonialismus gelungen».

 

Rohit Jain ist assoziierter Forscher am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte sind: politische Ästhetik transnationaler Öffentlichkeiten. Rassismus und Humor im Kontext von Anti-Political Correctness sowie postkoloniale Amnesie in Europa. Er ist Geschäftsführer beim postmigrantischen Think & Act Tank Institut Neue Schweiz (INES). 2018 erschien sein Buch Kosmopolitische Pioniere, transcript Verlag.

 

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