24. April 2020
20.30 Uhr

ABGESAGT! Sorry.

 

Diese drei begnadeten Künstlerinnen wurden von Aprillen zum erstmaligen, gemeinsamen Bühnentrip eingeladen.

 

Gianna Molinari c Christoph Oeschger Gianna Molinari, studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. Sie ist Mitbegründerin der Kunstaktionsgruppe «Literatur für das, was passiert» und des Autorinnenkollektivs «Rauf». 2018 erschien ihr erster Roman «Hier ist noch alles möglich» im Aufbau Verlag. Für den Roman erhielt sie den Robert Walser-Preis 2018, den Clemens Brentano Preis 2019 und war für den Deutschen und für den Schweizer Buchpreis 2018 nominiert.  In «Hier ist noch alles möglich“ soll eine junge Nachtwächterin ein Fabrikgelände vor dem mutmasslichen Eindringen eines Wolfs bewachen und erfährt dabei von einem Mann, der vom Himmel gefallen ist. Akribisch genau registriert die Erzählerin, wie aus Angst vor dem Fremden Grenzen gezogen werden und wie die Sehnsucht nach dem Anderen sie selbst zur Grenzgängerin macht. Eine poetisch verdichtete Parabel über die drängenden politischen Fragen unserer Zeit.
www.srf.ch > Der fabelhafte Debütroman der Baslerin Gianna Molinari

 

ELISA Shua Dusapin by Romain Guelat Elisa Shua Dusapin bewegt sich in ihren Texten zwischen den Gebieten: den Gebieten der Sprachen, der Kulturen, der Geschichten. Sie sucht dabei aber nicht nach Grenzen, sondern vielmehr nach Möglichkeiten, das zu sagen, was in jeder Sprache sagbar sein kann.
In ihrem zweiten Roman „les billes du Pachinko“ erzählt sie von einer Frau, die in der französischen Schweiz Japanisch lernt, um mit ihren nach Japan geflüchteten Grosseltern zu kommunizieren. Diese jedoch halten ihr vor, dass sie ihre Muttersprache, das Koreanische, verlernt habe. In einer bildschönen Sprache erzählt Elisa Shua Dusapin davon, wie sich Menschen einander annähern, und wie sie sich entfremden.
www.deutschlandfunk.de > Elisa Shua Dusapin: „Ein Winter in Sokcho“

 

Marena Whitcher c Jan Christoph Elle Marena Whitcher, die Zürcher Sängerin, Multiinstrumentalistin, Performerin und Komponistin Marena Whitcher produziert nicht nur Töne und Klänge, sondern auch Bilder, Geschichten, gar ihren ureigenen Kosmos, in den sie das Publikum unweigerlich mitreisst. Ihre Ausflüge durch alle denkbaren und undenkbaren Stimmregister sind exzentrisch und theatralisch; eigenwillig inszeniert begleitet sie ihren Gesang auf Tasten, Trommeln, Saiten und allerlei Kuriositäten aus ihrem Klangkabinett, sei es einer Musikdose, einem Diktiergerät oder pfeifenden Schläuchen. Bei aller wunderbaren Masslosigkeit besingt die 29-jährige mehrfache Preisträgerin aber auch die düsteren und melancholischen Seiten der Welt. Inspiration für ihre Arbeit schöpft sie aus allen möglichen Quellen: Von Weltliteratur wie Dantes „Göttliche Komödie“, über die Jung‘sche Psychoanalyse bis hin zu Gemälden von Dalí finden so neben Selbstironie und Lebensenergie auch Zerbrechlichkeit und menschliche Abgründe Platz. Mit ihrem Liebe zum Surrealismus will sie daran erinnern, dass es mehrere Realitäten gibt und dass es Neugierde und Offenheit sind, die zu einer diversifizierten Gemeinschaft führen.
www.marena.ch

 

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