28. April 2022
19.00 Uhr

 

Politische Literatur - die Reihe täglich um 19.00 Uhr  

Was heisst schon politische Literatur? Kann sich eine Autor*in ihrer Gegenwart entziehen? Wieso haben sich unsere Gäste entschieden, über Migration  zu schreiben und wie hört sich das an? Unsere Gäste lesen aus ihren Büchern und diskutieren mit Nicoletta Cimmino. 

 

Francesca Melandri Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern für Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht. Mit ihrem ersten Roman „Eva schläft“ wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman „Über Meereshöhe“ wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch „Alle, außer mir“ holt die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur. Die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten verknüpft sie mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im „richtigen“ Land geboren zu sein und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit? Das Buch stand zehn Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und die Zeit schrieb, Francesca Melandri sei „ein großer zeitgeschichtlicher Roman über Migrantenschicksale und das Gift des Kolonialismus gelungen“.

deutschlandfunkkultur.de > Francesca Melandri über „Alle, außer mir“

 

Nicoletta Cimmino Moderiert wird die Reihe von Nicoletta Cimmino. Sie wurde 1974 geboren und ist freischaffende Audiojournalistin und Autorin. Bis 2021 war sie die Stimme der Hintergrundsendung „Echo der Zeit“ auf Schweizer Radio SRF. In dieser Funktion wurde sie 2019 zur „Schweizer Journalistin des Jahres“ gewählt. Sie produziert Podcasts und schreibt für diverse Medien wie „Republik“, „DIE ZEIT“ oder die „NZZ am Sonntag“. 

republik.ch > Nicoletta Cimmino

 

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