Botakoz Kassymbekova und Olga Grjasnowa
Fr. 24.04.26
19:00
Schlachthaus Theater
Einzelticket: 17.- / 30.- / 10.-
online: www.schlachthaus.ch
offline: Buchhandlung zum Zytglogge
Festival- & Tagespässe
> Ticketinfos
Geschichte erzählen
Aus dem Bedürfnis, auf populistische Geschichtsklitterung mit Wissenschaftlichkeit und Poesie zu reagieren, hat Aprillen für die diesjährige Ausgabe drei Historiker:innen eingeladen, die wiederum eine Schriftstellerin eingeladen haben, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Es wird in diesen Gesprächen um die Fragen nach Fakten und Fiktion gehen, und darum, wie das Erzählen von Geschichte (und Geschichten) zum Verständnis von Gegenwart beitragen kann. Wir wollen der Verwechslung von Fakten und Meinungsfreiheit etwas entgegensetzen und Geschichtsbewusstsein als sozial und literarisch relevante Grösse hochhalten.
Am Freitag, 24. April, spricht die Historikerin Botakoz Kassymbekova mit der Autorin Olga Grjasnowa.
Prof. Dr. Botakoz Kassymbekova, *1980 in Kasachstan, hat in Bischkek und Essex studiert. Sie promovierte an der Humboldt Universität Berlin und war als Postdoc in Berlin, Liverpool und Basel sowie als Gastwissenschaftlerin an der Columbia University, New York, tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind sowjetische Geschichte, Stalinismus und Poststalinismus sowie russische imperiale Geschichte.
Olga Grjasnowa, *1984 in Baku, Aserbaidschan. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, der Türkei, den USA und Israel. Sie hat bislang einen Essay und fünf Romane veröffentlicht, zuletzt 2020 Der verlorene Sohn und 2024 Juli, August, September. Ihre Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt, fürs Radio und die Bühne adaptiert und verfilmt. Sie ist Professorin für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.