Jakob Tanner und Annette Hug
Do. 23.04.26
19:00
Schlachthaus Theater
Einzelticket: 17.- / 30.- / 10.-
online: www.schlachthaus.ch
offline: Buchhandlung zum Zytglogge
Festival- & Tagespässe
> Ticketinfos
Geschichte erzählen
Aus dem Bedürfnis, auf populistische Geschichtsklitterung mit Wissenschaftlichkeit und Poesie zu reagieren, hat Aprillen für die diesjährige Ausgabe drei Historiker:innen eingeladen, die wiederum eine Schriftstellerin eingeladen haben, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Es wird in diesen Gesprächen um die Fragen nach Fakten und Fiktion gehen, und darum, wie das Erzählen von Geschichte (und Geschichten) zum Verständnis von Gegenwart beitragen kann. Wir wollen der Verwechslung von Fakten und Meinungsfreiheit etwas entgegensetzen und Geschichtsbewusstsein als sozial und literarisch relevante Grösse hochhalten.
Den Auftakt in die Gesprächsreihe um 19 Uhr machen Jakob Tanner und Annette Hug.
Prof. em. Dr. Jakob Tanner, *1950 in Root, ist emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, der Universität Zürich. Er ist Gründungsmitglied des Zentrums für die Geschichte des Wissens, Präsident des Schweizerischen Sozialarchivs sowie Mitherausgeber und Redaktor unterschiedlicher Fachzeitschriften. 2015 erschien seine Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert.
Annette Hug, *1970 in Zürich, hat in Zürich Geschichte und in Manila Women and Development Studies studiert. Nach Tätigkeiten als Dozentin und Gewerkschaftssekretärin lebt sie seit Januar 2015 als freie Autorin. Im Rotpunktverlag erschienen 2008 Lady Berta und 2010 In Zelenys Zimmer, im Verlag Das Wunderhorn Wilhelm Tell in Manila (2016) und Tiefenlager (2021). Annette Hug wurde 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Alle zwei Wochen erscheint in der Wochenzeitung WOZ ihre Kolumne Ein Traum der Welt. Seit 2024 veröffentlicht sie Übersetzungen von Filipino (Tagalog) ins Deutsche, so die Romane Das Meer der Aswang von Allan N. Derain und Die 70er von Lualhati Bautista.