Natascha Gangl und Judith Schwarz

Mi. 22.04.26
20:00

Schlachthaus Theater

Einzelticket: 17.- / 30.- / 10.-

Festival- & Tagespässe
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Eröffnungslesung

Wir freuen uns sehr, das diesjährige Berner Lesefest Aprillen mit der Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2025 Natascha Gangl zu eröffnen. Die Künstlerin vermochte Jury aber auch Publikum mit ihrem poetischen Text DA STA (Der Stein) zu überzeugen, in dem sie Sprache, Identität und Kriegsverbrechen im Grenzgebiet zwischen Österreich, Ungarn und Slowenien verbindet. Zur Eröffnung von Aprillen wird Natascha Gangl im Duo mit der famosen Schlagwerkerin Judith Schwarz nach Bern kommen und das Sprach-Sound-Stück Es ist Samstag performen. In dem absurden Text zwischen Alltagsprosa, Essay und Sprachmusik verhandelt Natascha Gangl das grosse Ganze und das kleine Feine zugleich: Von Staub über soziale Klassen bis zur Astrophysik. Es geht um Zeitschleifen, ums Putzen, um das Private und das Politische. Durch rhythmische Wiederholungen, sprachliche Ablagerungen und fragmentierte Bilder entsteht eine Textur, die sich stetig auflöst und neuformiert. Rhythmus und Dynamik prägen das Stück und die Performance von Gangl und Schwarz. Der Text Es ist Samstag ist im Buch Frische Appelle und andere Sprechtexte im Herbst 2025 im Verlag Ritter erschienen. Im Anschluss an die Performance (rund 40min) führen wir ein Gespräch mit den beiden Künstler:innen on stage.

Anschliessend Eröffnungsapéro.

Foto: Daniel Sostaric

Natascha Gangl, *1986 in Bad Radkersburg, studierte Philosophie in Wien und Szenisches Schreiben bei uniT Graz. Sie lebte in Mexiko und Spanien, heute in Wien und der Südoststeiermark. Gangl schreibt Prosa, Essays, Lyrik und Sprechtexte, entwickelt Musik-, Objekt- und Sprechtheater sowie Hörstücke, die auch zu Ereignissen und Ausstellungen werden. Ihre Arbeiten wurden u.a. ausgezeichnet mit dem Heimrad-Bäcker-Förderpreis 2019, dem Ö1 Preis für das Beste Originalhörspiel 2020, dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem BKS-Publikumspreis 2025. Als Buch erschienen: Wendy fährt nach Mexiko, Ritter 2015. Das Spiel von der Einverleibung. Frei nach Unica Zürn, Starfruit Publications 2020 und Frische Appelle & andere Sprechtexte, Ritter 2025.

gangl.klingt.org

Foto: Hanna Fasching

Judith Schwarz, *1989, arbeitet nach ihrem Masterabschluss an der Anton Bruckner Privatuniversität im Jahr 2018 national und international als Schlagzeugerin, Komponistin und Improvisatorin im Bereich Jazz und improvisierter Musik. Bereits während ihres Studiums in Linz und Basel entwickelte sie erfolgreiche Projekte, die sich in den letzten Jahren in der Musikszene etabliert haben. Als Bandleaderin gehören dazu chuffDRONE, PRCDR, Little Rosie’s Kindergarten, other:M:other und *MelE*. Weitere Arbeiten umfassen unter anderem Schülande engaling, Textvertonungen von Christine Nöstlinger sowie das Performance-Projekt Make it count. Zudem war sie am Burgtheater in Mephisto als Schlagzeug-Solistin zu erleben.

www.judithschwarz.at